„Wir wissen nur zu gut, dass Studierende, Lehrende und Forschende auf dem Nordcampus sehnlichst auf eine gastronomisch angemessene Lösung gewartet haben“, so Prof. Dr. Jörg Magull, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Studierendenwerks Göttingen: „Unsere Freude ist daher heute riesengroß, dass wir endlich in diese moderne Mensa einladen können. Unser hoch motiviertes Team freut sich, die Gäste begrüßen und bewirten zu können. Überzeugen Sie sich selbst von unserem vielfältigen Angebot und der modernen Atmosphäre. Was die anspruchsvolle Bauphase betrifft, geht mein herzlicher Dank an die involvierten Abteilungen und Stabsstellen im Studierendenwerk. Sie haben ihre fachlichen Aufgaben hervorragend umgesetzt und bereichsübergreifend sehr gut zusammengearbeitet.“
Die Vergrößerung der Nutzfläche ermöglichte die Erhöhung der Sitzplätze in der alten Nordmensa um 36% auf jetzt 1.050. Außerdem erfolgte die komplette Erneuerung der Technik mit modernster Küchenausstattung und Gebäudetechnik sowie die Umsetzung neuer Raumnutzungskonzepte, die mehr Flexibilität ermöglichen.
„Das CGiN bietet im ersten Stock gemütliche, unterschiedliche Sitzbereiche und drei Themenpavillons, an denen die Gäste vom Salat über Hauptgerichte mit Beilagen bis hin zum Dessert alles auswählen und dort auch gleich bezahlen“, beschreibt Guido Forthmann, Leiter CampusGastronomie, das Konzept. Im Erdgeschoss befindet sich das Café Daily mit kalten und warmen Cafeteria-Angeboten sowie ebenfalls verschiedenen Sitzbereiche.
Täglich sollen bis zu zehn Gerichte im CGiN angeboten werden, der Speiseplanwechsel erfolgt wöchentlich. Gezahlt wird bargeldlos an KI-gestützten Selbstscan-Kassen. Strukturierte Laufwege der Gäste sollen zu einer Gästeentzerrung im Innenbereich führen. Die 1.050 Sitzplätze werden im Zeitfenster des Mittagsgeschäfts circa dreifach durch die Gäste belegt. Annehmlichkeiten im Sommer und einen Blick ins Grüne bietet eine teilweise überdachte Terrasse. „Anstatt nüchterner Speisesaal-Atmosphäre bieten wir nun individuelle Lösungen für ein entspanntes Beisammensitzen, gemeinsames Lernen, zwangloses Treffen an“, beschreibt Guido Forthmann die multifunktionalen Bereiche.
Analog der typischen Laufrichtungen auf dem Nordcampus wurden die Gebäudezugänge des CGiN angelegt. An der Ost- und Westseite führen geräumige Treppenhäuser ins Innere, Fahrradständer sind ebenfalls vorhanden.
Ein dritter, barrierefreier Zugang befindet sich an der Gebäudefront (Südseite). Wer über diesen Weg das CGiN betritt, trifft auf das „Daily“, den Pavillon mit typischem Café-Angebot. Zusätzlich gibt es hier mittags Gerichte vom Teppanyaki-Grill und frisch belegte Pizzen.
Weitere umgesetzte, frische Ideen im CGiN sind zusätzliche Gendertoiletten und die individuelle Ausstattung der großen Außenterrasse. Hier können Gäste teilweise überdacht zwischen gemütlichen Bänken und Stehtischen wählen, während sie im Schatten unter großen Sonnenschirmen oder in sonnigen Bereichen entspannen. Zudem laden draußen großzügig angelegte Grünflächen zum Verweilen ein.
Die Betriebskostenoptimierung des neuen Gebäudes führte zu einer deutlichen CO2-Reduzierung. Der Bau ist wesentlich klimafreundlicher als die aus dem Anfang der 80er Jahre stammende Nordmensa und erreicht einen Energiespar-Standard nach KfW 40. Die Energieversorgung ist auf die komplexen Anforderungen des Mensabetriebs abgestimmt, der unter anderem dampfbetriebene Kochgeräte und leistungsstarke Kühl- und Spültechnik umfasst. Zum Einsatz kommt ein hocheffizientes System mit integrierter Wärmerückgewinnung, das die eingesetzte Energie besonders effektiv nutzt und auch umliegende Wohnanlagen mitversorgt.
Carmen Heine, Abteilungsleiterin Gebäudemanagement im Studierendenwerk, zeigt sich erfreut über den erfolgreichen Abschluss des Projekts: „Gerade wegen der so intensiven letzten Monate bin ich sehr stolz auf das Ergebnis. Ein großes Dankeschön geht an mein Team und an alle beteiligten Gewerke, die dieses anspruchsvolle Vorhaben trotz vieler Herausforderungen mit viel Einsatz realisiert haben. Eine echte Teamleistung, die nun in einem hochmodernen, zukunftsfähigen Gebäude erlebbar wird.“



