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Presse

Rückkehr des Niedersachsen-Menüs sorgt für Entlastung, dennoch gleichzeitig Preissteigerungen

Zum Jahresende 2025 gibt es für die Studierenden und deren chronisch stark strapaziertes Budget eine positive Botschaft: Ab dem 5. Januar 2026 kehrt bis zum Jahresende 2026 das günstige Niedersachsen-Menü in die fünf Studierendenwerke Niedersachsens und somit auch in alle Mensen des Studierendenwerks Göttingen zurück. Wieder ist es zum Preis von nur 2,50 Euro nur für Studierende erhältlich. Für jeden Ernährungstyp ist etwas dabei: vegan oder vegetarisch oder auch Gerichte mit Fleisch bzw. Fisch. In der Zentralmensa wird es auch abends und samstags zu haben sein.

 

Das Geld für diese „zweite Runde“ des zusätzlich subventionierten Mensaangebotes ist zweckgebunden und stammt diesmal aus der politischen Liste der Rot-Grünen Regierungsfraktion in Hannover zum Haushalt 2026. „Wir wissen, dass Studierende unter vielfältigen Teuerungen leiden“, betont Prof. Dr. Jörg Magull, Geschäftsführer des Studierendenwerks Göttingen – und ergänzt: „Der erneute Landeszuschuss für eine landesweite Neuauflage des Niedersachsen-Menüs ist eine hilfreiche Unterstützung zum richtigen Zeitpunkt, jedoch ist er bis Ende 2026 begrenzt.“

Der Zuschuss also hilft den Studierenden, jedoch muss das Studierendenwerk gleichzeitig Kostensteigerungen auf vielen Feldern ausgleichen. Somit sind mehrere Preis-Updates ab Januar 2026 unvermeidlich, die Ursache hierfür ist die seit Jahren unzureichende Basisfinanzierung der Studierendenwerke: Die sogenannte Finanzhilfe vom Land reicht nicht aus und wurde seit dem Jahr 2000 nicht wesentlich erhöht.

In 2026 treten folglich im Studierendenwerk Göttingen mehrere Anpassungen in Kraft, die leider notwendig sind: Die Preise für alle Mensaessen steigen am 1. Januar 2026 in den Mensen pro Essen um 20 Cent – mit Ausnahme des Niedersachsen-Menüs. Auch in den Cafeterien sind ab 1. Januar 2026 Preisanpassungen notwendig – wegen gestiegener Bezugskosten für Backwaren. Ebenso erhöhen sich ab 1. April 2026 die Mieten in den Wohnheimen und der Studierendenwerksbeitrag – Teil des Semesterbeitrages – steigt zum Sommersemester 2026 um 30 Euro auf dann 157 Euro pro Semester. 
Die Gründe hierfür sind vor allem massiv steigende Kosten bei Sanierungen, Instandhaltungen, Lebensmitteln, Energie, Personal, Dienstleistungen, Versicherungen und Reinigung. 

Magull stellt klar: „Die Gleichzeitigkeit der Rückkehr des günstigen Niedersachsen-Menüs einerseits und den schmerzlichen Erhöhungen andererseits stellt nur scheinbar einen Widerspruch dar. Umso mehr freue ich mich, dass wir in 2026 ein günstiges Essen für 2,50 Euro ab Januar anbieten können. Wir wissen, dass Preissteigerungen immer eine zusätzliche Belastung darstellen. Deshalb setzen wir durch unsere Planungen alles daran, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.“

In den Jahren 2023/24 konnten Preissteigerungen in den Mensen, bei den Mieten und beim Studierendenwerksbeitrag durch eine Soforthilfe des Landes Niedersachsen abgemildert werden, die aus dem Nachtragshaushalt 2022/23 des Landes Niedersachsen stammte. Dieses Zusatzbudget war Ende 2024 aufgebraucht.

„Alle sieben Servicebereiche des Studierendenwerks mit seinen vielfältigen sozialen Leistungen für Göttinger Studierende, das ist unsere DNA und Aufgabe“, so Magull, „und dieser stellen wir uns auch in Zukunft und werden notwendige Maßnahmen vorantreiben.“

Zum Beispiel umfasst allein die Vorhaben-Planung 2025 bis 2030 des Studierendenwerks für seine Wohnheime und Mensen rund 62 Millionen Euro. Sie sichert unter anderem 944 Wohnheimplätze, die angesichts des überhitzten privaten Wohnungsmarktes von den Göttinger Studierenden dringend benötigt werden. Rund 26,5 Millionen Euro dieser Mittel für die Vorhaben sind Eigenmittel, 35 Millionen plant das Studierendenwerk aus Kreditaufnahmen zu finanzieren. Generalsanierungen, Sanierungen, Erweiterungen, Arbeiten am Fernwärmenetz oder Fassadenerneuerungen sind dringend nötig, sind doch viele Gebäude fünfzig Jahre alt. 

Auf dem Programm steht unter anderem die Sanierung des Wohnheims Albrecht-Thaer-Weg mit insgesamt 503 Wohnplätzen, die Kosten belaufen sich hier allein auf rund 29 Millionen Euro. Dort wohnen Studierende in attraktiver Nähe zum Zentralcampus oder der UMG. Ein weiteres Projekt ist die Nachnutzung der ehemaligen Mensa Italia in der Roedererstraße. Dort sollen durch einen Neubau circa 80 Wohnheimplätze in attraktiver und uni naher Lage entstehen. 

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